Montag 15.02.10

Wir bekamen heute Besuch von Olaf und Carmen aus Bodenmais. Die zwei wollten nun endlich auch mal die Umgebung von Frauenau kennen lernen. Für heute hatten sich meine Zweibeiner etwas Besonderes vorgenommen: eine Schnee­schuh­wanderung im Tiefschnee. Dazu hatten sich Herrchen und Frauchen extra Schnee­schuhe geliehen. Herrchen erklärte mir, dass die Füße durch die Schnee­schuhe eine größere Auflagefläche auf dem Schnee haben und die Zweibeiner deshalb nicht so tief in den Schnee einsinken. Ihr Gang ist mit Schneeschuhen an den Füßen allerdings etwas breitbeinig und nicht gerade elegant. Ich brauche keine Schneeschuhe, um nicht so tief einzusinken. Ich spreize einfach meine Pfoten auseinander. Mit den Schwimm­häuten zwischen meinen Krallen verbreitere ich die Pfotenfläche.

Die Zweibeiner sind irgendwie immer unvollkommen und haben ständig irgendwelche Probleme. Sie sollten sich mal ein Beispiel an uns Vierbeinern nehmen: Wir haben Vierbeinantrieb und sind damit geländegängig, vergrößern automatisch unsere Pfoten beim Schwimmen und Schnee­laufen, lecken einmal über unser Fell und sind sofort sauber und imprägniert, brauchen keine Extra-Wintersachen, sondern passen uns mit unserem Fell allen Klima­be­din­gun­gen an usw. Wir sind eben einfach vollkommen. _wedel_

Die Schneeschuhwanderung heute war toll. Bevor wir aber starteten, durfte ich meinen zweiten Cache finden. In un­mittel­barer Nähe der kleinen Kapelle in Zell war er als kleines Päckchen ver­steckt. Ich habe Olaf und Carmen ge­holfen, ihn aus dem Schnee zu bud­deln. Carmen hat dann auf dem kleinen Zettel vermerkt, dass wir ihn heute gefunden haben. _wedel_ Nun habe ich schon meinen zweiten Cache gefunden. Ich werde doch noch ein guter Suchhund.

Und wieder durch den Schnee

Dann sind wir einen tiefverschneiten Wanderweg ein­ge­bogen. Die Zwei­bei­ner sind im Gänsemarsch hinter­ei­nander auf ihren Schneeschuhen ge­lau­fen. Ich bin ab und zu nach rechts oder links in den Tiefschnee abgebogen und habe ge­prüft, ob dort auch alles in Ordnung ist. Dabei bin ich allerdings bis zum Bauch im Schnee versunken. Nach kurzer Zeit habe ich eingesehen, dass das viel zu anstrengend ist. Hinter den Zweibeinern, in deren Spur, lief es sich viel einfacher. Dafür schnauften die Zweibeiner immer mehr, je länger die Wanderung dauerte und je steiler es bergauf ging. _wedel_ Den vieren machte es aber trotzdem Spaß, mit ihren Schneeschuhen durch den verschneiten Wald zu stapfen. Komisch, die Zweibeiner freuen sich, wenn sie sich anstrengen, schnaufen und schwitzen. Ich finde es besser, wenn mir alles leicht von der Hand, ääähh, Pfote geht.

Jetzt nach dem Abendbrot und dem Gassi-Gehen habe ich endlich Zeit, noch einmal in Ruhe über meinen Wunsch nachzudenken, eine Ausbildung als Hotelhund zu beginnen. Nachdem ich nun weiß, was ich alles lernen muss, ist mir jetzt auch klar, warum die Ausbildung drei Jahre dauert. Mit dem Lernen der nötigen Fremdsprachen werde ich kein Problem haben. Das lerne ich schnell. Wie soll ich aber lernen, die Leckerli der Gäste zu ignorieren? Und was noch viel schlimmer sein wird: Wie soll ich lernen, mich nicht mehr auf den Rücken zu legen und von den Gästen nicht kraulen zu lassen? Diese Ausbildungsfächer werde ich wohl höchstens mit einer 4– abschließen. Wenn die Chefin sehr streng sein sollte, falle ich da sogar durch. _Stirnrunzel_ Ich glaube, da muss ich noch einmal drüber schlafen …

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15.02.2010 Abenteuer Keine Kommentare

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